Der häufigste Denkfehler: „Ich spare Geld, wenn ich es selbst mache“
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Jedes Jahr zum Jahreswechsel wiederholt sich dasselbe Muster:
Menschen formulieren neue Ziele – ambitioniert, motiviert, gut gemeint. Besonders im Bereich Training, Gesundheit und Fitness werden Vorsätze gefasst, die jedoch in den meisten Fällen nach wenigen Wochen wieder verschwinden.
Der Grund dafür liegt selten im fehlenden Willen, sondern fast immer in der falschen Denkweise.
Gesundheit & Fitness ist kein Neujahrsvorsatz.
Gesundheit & Fitness ist ein langfristiges Investment.
Der Perspektivenwechsel: Dein Körper als Fitnesskonto
Wer erfolgreich investiert, denkt nicht in kurzfristigen Projekten, sondern in Zeiträumen.
Niemand erwartet von einem ETF, dass er innerhalb weniger Wochen maximale Rendite liefert. Entscheidend ist der regelmäßige, strukturierte Einsatz über Jahre – kombiniert mit dem Effekt des Zinseszinses.
Übertragen auf Training und Gesundheit bedeutet das:
Du führst deinem Fitnesskonto kontinuierlich Einzahlungen zu.
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kleine, regelmäßige Trainingsreize
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langfristige Planung statt kurzfristiger Intensität
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Geduld statt Aktionismus
Der Zinseszins-Effekt im Training zeigt sich durch:
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bessere Belastungsverträglichkeit
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steigende Kraftwerte
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stabilere Körperzusammensetzung
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geringeres Verletzungsrisiko
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langfristige Leistungsfähigkeit
Nicht die einzelne Trainingseinheit ist entscheidend – sondern die Konsequenz über Monate und Jahre.
Der häufigste Denkfehler: „Ich spare Geld, wenn ich es selbst mache“
Ein weit verbreiteter Irrtum im Bereich Training und Gesundheit ist die Annahme, man spare Geld, wenn man auf professionelle Begleitung verzichtet und stattdessen lediglich ein Fitnessstudio-Abonnement löst.
In der Praxis zeigt sich jedoch, dass genau dieser Ansatz häufig teurer ist – nicht monetär auf den ersten Blick, sondern in Form von verlorener Zeit, stagnierenden Ergebnissen und vermeidbaren Rückschritten.
Ein Fitnessstudio, das primär darauf ausgelegt ist, Menschen zum Schwitzen und Bewegen „nach Lust und Laune“ zu bringen, ersetzt keine strukturierte Planung und keine fachliche Steuerung. Bewegung allein ist kein Training.
Ohne erfahrene Begleitung treten meist zwei typische Szenarien auf:
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Es wird zu wenig intensiv trainiert, sodass kein ausreichender Trainingsreiz entsteht und Fortschritte ausbleiben.
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Oder es wird zu intensiv trainiert, ohne Rücksicht auf Regeneration, Belastbarkeit und individuelle Voraussetzungen.
Beide Wege führen häufig zum selben Ergebnis:
Überlastung, Frustration, Übertraining – oder ein vorzeitiges Abbrechen der Routine, weil keine sichtbaren Fortschritte erzielt werden.
Ein erfahrener Coach wirkt hier nicht als zusätzlicher Kostenfaktor, sondern als strategischer Multiplikator:
Er steuert Intensität, Volumen und Progression so, dass Training wirksam, nachhaltig und in den Alltag integrierbar bleibt.
Eine persönliche Beobachtung aus über 20 Jahren Coaching-Praxis
Jedes Jahr wiederholt sich ein klares Muster.
In den ersten ein bis zwei Monaten des Jahres melden sich besonders viele Menschen bei Coaches, Personal Trainern oder in Fitnessstudios an. Die Motivation ist hoch, die Ziele sind klar formuliert und der Wille scheint unerschütterlich.
Gleichzeitig – und das darf sich jede Leserin und jeder Leser ehrlich selbst fragen – ist die Quote jener Personen, die ihre Ziele tatsächlich erreichen, erschreckend niedrig.
Aus meiner Erfahrung liegt sie deutlich unter einem Prozent.
Das bedeutet: Rund 99 % aller Menschen, die im Januar hochmotiviert mit ihren Neujahrsvorsätzen starten, schaffen es nicht, ihre neue Trainingsroutine bis zur Jahresmitte als festen Bestandteil ihres Lebensstils zu etablieren.
Warum ist das so?
Wie ich bereits in anderen Beiträgen erwähnt habe, bin ich kein großer Fan von Motivation – zumindest nicht als Fundament für nachhaltige Veränderung. Ich entscheide mich bewusst dagegen, Motivation als primären Hebel im Coaching zu nutzen.
Ja, selbstverständlich motiviere ich meine Kunden und Athleten situativ. Doch Motivation ist nicht Teil meines langfristigen Coaching-Ansatzes. Extrinsische Motivation wirkt wie ein Pflaster auf einer offenen Wunde: kurzfristig hilfreich, aber keine nachhaltige Lösung.
Die eigentliche „Wunde“ liegt meist tiefer:
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mangelnder Selbstwert
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innere Blockaden
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Selbstzweifel
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unrealistische Erwartungen
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ungelöste mentale Konflikte
All diese Themen lassen sich nicht durch Motivation kurieren. Motivation kaschiert – sie heilt nicht.
Rückblickend habe ich im Januar früher viele Anfragen angenommen, weil es wirtschaftlich naheliegend ist. Die Abschlussquote ist hoch, die Motivation sichtbar, das Geld vermeintlich schnell verdient.
Langfristig betrachtet ist diese Gruppe jedoch nicht die Zielgruppe, die ein Coach nachhaltig begleiten sollte. Die Lebensdauer eines rein motivationsgetriebenen Kunden ist kurz.
Genau deshalb plädiere ich dafür, Training nicht als emotionalen Vorsatz, sondern als strategisches Investment in das eigene Fitnesskonto zu betrachten.
Der wahre Return on Investment
Die Investition in strukturiertes Training zahlt sich nicht kurzfristig aus – sondern langfristig:
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höhere Trainingsqualität
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weniger Entscheidungsstress
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stabile Leistungsentwicklung
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langfristige Gesundheit und Longevity
Wer bereit ist, Zeit und Geld in Business, Weiterbildung oder Finanzmärkte zu investieren, sollte dieselbe Logik auf den eigenen Körper anwenden. Denn ohne ein funktionierendes Fitnesskonto verlieren alle anderen Investments an Wert.
Eine pragmatische Anleitung für deinen Neujahrsansatz
Wenn du Training als Investment begreifst, braucht es keine komplizierten Vorsätze. Die Basis ist einfach, klar und umsetzbar:
Grundstruktur (Baseline):
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2× pro Woche Ganzkörper-Krafttraining
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submaximaler Bereich
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Fokus auf saubere Technik, Progression und Nachhaltigkeit
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2× pro Woche kardiovaskuläres Training
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Low-Intensity-Intervall-Training
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oder Grundlagen-Ausdauertraining (Zone 2)
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Alles Weitere – Mobility, Zusatzsessions, Spezialmethoden – ist ein Supplement.
Die Basis bleibt Krafttraining, denn es ist der stärkste Hebel für dein Fitnesskonto.
Fazit: Investiere intelligent in dein Fitnesskonto
Ein Neujahrsvorsatz lebt von Emotionen.
Ein Investment lebt von Struktur, Geduld und Wiederholung.
Der beste Zinseszins, den du erzeugen kannst, ist deine eigene Gesundheit.
Wenn du dein Training nicht als kurzfristigen Neujahrsvorsatz, sondern als langfristiges Investment in dein Fitnesskonto angehen möchtest, lade ich dich zu einem Kennenlerngespräch ein.
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