Fitness, Personal Training, Coaching: Geld sparen oder Zeit sparen?
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Einordnung · Lesezeit 7 Minuten
Personal Training war und ist für viele ein Luxus. Für einen kleinen Teil der Bevölkerung ist es eine sinnvolle Art, in die eigene Gesundheit zu investieren. Der Unterschied zwischen diesen beiden Gruppen liegt nicht im Kontostand. Er liegt in der Frage, ob man Geld sparen oder Zeit sparen will.
Das Fitness-Abo ist ein Mietvertrag
Als ich vor fast zwanzig Jahren zum ersten Mal ein Fitnessstudio betrat, war mir nicht klar, dass ich gerade einen Mietvertrag unterschrieben hatte. Das Abo im Studio in meiner Nähe kostete damals 1090 Franken pro Jahr, inklusive einer Nachbetreuung alle zwölf Wochen. Das klang nach viel – vor allem, weil ich mit 18 überzeugt war, dass YouTube und Zeitschriften reichen, um alles über Training und Ernährung zu lernen.
Und in gewisser Weise stimmte das. Ich hatte keine grossen Verantwortungen ausser Schulnoten und Freunden. Ich verbrachte Stunden damit, online zu recherchieren, probierte alles aus, schrieb mir meinen ersten Plan nach einer Vorlage aus einer Flex-Zeitschrift: ein Sechs-Tage-Split fürs Bodybuilding. Es war mein Hobby, und es machte Spass.
Zwanzig Jahre später würde ich es jedem ambitionierten 18-Jährigen wahrscheinlich genau so empfehlen. Junge Menschen haben viel Zeit und wenig Geld. Für sie ist das Fitness-Abo die richtige Rechnung.
Was sich seither geändert hat – und was nicht
Die Szene hat sich verändert. Social Media diskutiert offen über Steroide und propagiert sie teilweise. Es gibt selbsternannte Experten für jedes Gebiet, mit dem Ziel, junge Menschen für ein Online-Coaching zu gewinnen – meist für 39 Euro im Monat. Die Spannbreite der Angebote ist enorm gewachsen.
Was sich nicht geändert hat, ist das Grundproblem: Es gibt heute viel mehr Meinungen und viel mehr Informationen, aber keine klarere Linie. Wer zwischen 16 und 25 ist und sich für Training interessiert, kann fast eine Münze werfen, welchem Influencer er glauben will – jeder sagt etwas anderes, und viele Wege führen tatsächlich irgendwie näher an Rom.
Das Problem ist nicht die Information. Das Problem ist die Zeit, die es kostet, sie zu sortieren. Mit 18 hat man diese Zeit. Mit 40 nicht.
Geld ist gut. Zeit sparen ist besser.
Das habe ich damals früh verstanden. Ich bildete Gruppen von zwei bis fünf Freunden, mit denen ich gemeinsam trainierte. Je breiter ich wurde, desto höher die Nachfrage. Mein Training war betriebswirtschaftlich schlau: Ich machte meinen eigenen Plan einfach mit fünf Freunden zusammen – so hatte ich immer Spotter, immer Motivation, und verdiente dabei 20 Franken pro Person und Einheit.
In diesen kleinen Gruppen korrigierte ich die Ausführung der anderen, erzählte, was mich gerade interessierte, und verbreitete die Liebe zum Bodybuilding. Wenn du liebst, was du machst, fangen andere an, es auch zu lieben. Ich war nie ein Theoretiker. Das war mein erstes Personal Training, bevor ich wusste, dass es so heisst.
Drei Stufen: Fitness, Personal Training, Coaching
Nach meiner Ausbildung stand die Frage: studieren, ein Studio leiten oder meinen eigenen Weg finden. Ich wählte den eigenen Weg – und auf diesem Weg habe ich drei Stufen kennengelernt, die oft verwechselt werden.
Fitness: Du kaufst Zugang
Das Discount-Studio ist nicht günstig. Es ist teuer – nur nicht in Franken. Die Zeit, die du investieren musst, um Informationen zu finden, zu sortieren und auf dich anzuwenden, ist enorm. Und du hast keine Absicherung, dass deine eigene Recherche überhaupt zielführend ist. Drei Monate in die falsche Richtung sind drei Monate, die du nicht zurückbekommst.
Personal Training: Du kaufst Zeit
Mit einem fähigen Trainer lernst du in sehr kurzer Zeit sehr viel. Technik, Belastung, Aufbau. Personal Training spart dir Jahre an Umwegen. Es hat nur einen Haken: Es wird in Stunden verkauft. Und ein Stundenansatz belohnt den langsamen Weg.
Coaching: Du kaufst ein Ergebnis
Coaching mit System sehe ich extrem selten. Jeder ambitionierte Trainer nennt sich heute Coach. Der Unterschied liegt nicht im Titel, sondern im Ansatz: Ein Coach steuert Training, Ernährung, Regeneration und Messung als Ganzes – mit dem Ziel, dass der Kunde ihn irgendwann weniger braucht, nicht mehr.
Deshalb arbeite ich nicht mehr nach Stundenansatz. Wenn ich mit Kollegen darüber rede, verstehen viele die Welt nicht. Dabei ist die Logik einfach: Wer von A nach B will, sollte nicht den Dienstleister belohnen, bei dem der Weg am längsten dauert. Ein ganzheitliches Coaching spart Zeit – für den Kunden und für den Coach.
Discount-Fitnessstudios sind teuer. Nur nicht in Franken.
Welche Stufe für dich richtig ist
Das hängt nicht von deinem Budget ab, sondern von deiner Situation. Mit 18 und viel Zeit: Fitness, Neugier, ausprobieren – genau wie ich damals. Mit Verantwortung, wenig Zeit und einem Körper, der nicht mehr alles verzeiht: Personal Training oder Coaching, je nachdem, ob du eine Technik lernen oder dein Leben verändern willst.
Die ehrliche Frage lautet nicht «Was kostet das?», sondern «Was kostet es mich, es weiter allein zu versuchen?»
Häufige Fragen
Ist Personal Training nicht einfach Luxus?
Für jemanden mit viel Zeit und wenig Geld, ja. Für jemanden mit Verantwortung, wenig Zeit und einem Ziel ist es die günstigste Variante – weil Umwege teurer sind als Stunden.
Was ist der Unterschied zwischen Personal Training und Coaching bei JFP?
Personal Training ist die Einheit mit dir im Raum: Technik, Belastung, Korrektur. Coaching ist das System darum herum: Messung, Ernährung, Regeneration, Planung über zwölf Wochen. Im Strategiegespräch klären wir, was du brauchst.
Warum arbeitest du nicht nach Stundenansatz?
Weil ein Stundenansatz den langsamen Weg belohnt. Ich will, dass du schneller ans Ziel kommst – nicht, dass du länger bei mir bleibst.
Wo gibt es Personal Training und Coaching in Basel?
In der Squat School Basel, Hirschgässlein 44, und bei CorpoSana am Aeschenplatz. Der Einstieg ist immer ein kostenloses Strategiegespräch.
Nächster Schritt
Welche Stufe ist deine?
Im kostenlosen Strategiegespräch klären wir in 30 Minuten, was du erreichen willst, warum es bisher nicht funktioniert hat – und ob Fitness, Personal Training oder Coaching für dich die richtige Rechnung ist.
Kostenloses Strategiegespräch buchenJosé Fabricio Pelaez ist Coach bei JFP Athletics, Gründer der Squat School Basel, Schweizer Meister im Classic Bodybuilding und bildet in der JFP Academy Trainer und Physiotherapeuten aus. Über uns
Perspective · 7-minute read
Personal training was and still is a luxury for many. For a small part of the population it is a sensible way to invest in their own health. The difference between these two groups isn't the bank balance. It's the question of whether you want to save money or save time.
A gym membership is a rental contract
When I walked into a gym for the first time almost twenty years ago, I didn't realise I had just signed a rental contract. The membership at the gym near me cost 1,090 francs a year, including a follow-up with a trainer every twelve weeks. That sounded like a lot – especially because at 18 I was convinced YouTube and magazines were enough to learn everything about training and nutrition.
And in a way, that was true. I had no major responsibilities beyond school grades and friends. I spent hours researching online, tried everything, wrote my first plan from a template in a Flex magazine: a six-day bodybuilding split. It was my hobby, and it was fun.
Twenty years later I would probably recommend exactly the same to any ambitious 18-year-old. Young people have lots of time and little money. For them, the gym membership is the right calculation.
What has changed since – and what hasn't
The scene has changed. Social media discusses steroids openly and sometimes promotes them. There are self-declared experts for every field, aiming to win young people for an online coaching – usually for 39 euros a month. The range of offers has grown enormously.
What hasn't changed is the underlying problem: there are far more opinions and far more information today, but no clearer line. Anyone between 16 and 25 who is interested in training can almost flip a coin over which influencer to believe – everyone says something different, and many roads do indeed lead somewhere near Rome.
The problem isn't the information. The problem is the time it takes to sort it. At 18 you have that time. At 40 you don't.
Money is good. Saving time is better.
I understood that early on. I formed groups of two to five friends and trained with them. The broader I got, the higher the demand. My training made business sense: I simply did my own plan together with five friends – so I always had spotters, always had motivation, and earned 20 francs per person per session doing it.
In those small groups I corrected the others' technique, talked about whatever interested me at the time, and spread the love of bodybuilding. If you love what you do, others start to love it too. I was never a theorist. That was my first personal training, before I knew it was called that.
Three levels: fitness, personal training, coaching
After my qualification came the question: study, manage a gym, or find my own way. I chose my own way – and on it I got to know three levels that are often confused.
Fitness: you buy access
The discount gym isn't cheap. It's expensive – just not in francs. The time you have to invest to find, sort and apply information is enormous. And you have no guarantee that your own research is even leading anywhere. Three months in the wrong direction are three months you don't get back.
Personal training: you buy time
With a capable trainer you learn a lot in a very short time. Technique, loading, progression. Personal training saves you years of detours. It has one catch: it's sold by the hour. And an hourly rate rewards the slow route.
Coaching: you buy a result
Coaching with a system is something I see extremely rarely. Every ambitious trainer calls himself a coach today. The difference isn't the title but the approach: a coach manages training, nutrition, recovery and measurement as a whole – with the aim that the client eventually needs him less, not more.
That's why I no longer work by the hour. When I talk to colleagues about it, many can't believe it. Yet the logic is simple: if you want to get from A to B, you shouldn't reward the provider whose route takes longest. Holistic coaching saves time – for the client and for the coach.
Discount gyms are expensive. Just not in francs.
Which level is right for you
That doesn't depend on your budget but on your situation. At 18 with lots of time: fitness, curiosity, trying things – exactly like me back then. With responsibility, little time and a body that no longer forgives everything: personal training or coaching, depending on whether you want to learn a technique or change your life.
The honest question isn't «what does it cost?» but «what does it cost me to keep trying alone?»
Frequently asked questions
Isn't personal training just a luxury?
For someone with lots of time and little money, yes. For someone with responsibility, little time and a goal, it's the cheapest option – because detours cost more than hours.
What's the difference between personal training and coaching at JFP?
Personal training is the session with you in the room: technique, loading, correction. Coaching is the system around it: measurement, nutrition, recovery, planning across twelve weeks. In the strategy call we clarify what you need.
Why don't you work by the hour?
Because an hourly rate rewards the slow route. I want you to reach your goal faster – not to stay with me longer.
Where can I get personal training and coaching in Basel?
At Squat School Basel, Hirschgässlein 44, and at CorpoSana on Aeschenplatz. It always starts with a free strategy call.
Next step
Which level is yours?
In a free 30-minute strategy call we clarify what you want to achieve, why it hasn't worked so far – and whether fitness, personal training or coaching is the right calculation for you.
Book a free strategy callJosé Fabricio Pelaez is a coach at JFP Athletics, founder of Squat School Basel, Swiss champion in classic bodybuilding, and trains coaches and physiotherapists at the JFP Academy. About us